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Praxis

Energiekosten steuerlich absetzen: So maximieren Unternehmen ihre Vorteile

· 7 Min. Lesezeit · DGE-24 Redaktion

Energiekosten sind vollständig als Betriebsausgaben absetzbar – aber es gibt weitere steuerliche Hebel, die viele Unternehmen nicht nutzen. Von der Energiesteuer-Vergütung bis zur Sonderabschreibung für PV-Anlagen.

Energiekosten als Betriebsausgaben

Sämtliche Energiekosten eines Unternehmens – Strom, Gas, Heizöl, Fernwärme – sind als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Das gilt sowohl für die Gewerbesteuer als auch für die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer. Voraussetzung ist, dass die Energiekosten betrieblich veranlasst sind und ordnungsgemäß belegt werden. Bei gemischt genutzten Gebäuden (z.B. Wohn- und Geschäftshaus) muss der betriebliche Anteil nachvollziehbar aufgeteilt werden.

Energiesteuer-Vergütung beantragen

Neben der Stromsteuer-Entlastung gibt es auch für Erdgas und Heizöl eine Energiesteuer-Vergütung nach dem Energiesteuergesetz (EnergieStG). Produzierende Betriebe des verarbeitenden Gewerbes können eine Erstattung der Energiesteuer beantragen, die über den regulären Betriebsausgabenabzug hinausgeht. Der Antrag wird beim zuständigen Hauptzollamt gestellt.

EnergieträgerRegulärer SteuersatzEntlastungsmöglichkeit
ErdgasEnergiesteuer lt. EnergieStGTeilerstattung für produzierendes Gewerbe nach § 54 EnergieStG
Heizöl (leicht)Energiesteuer lt. EnergieStGTeilerstattung für produzierendes Gewerbe nach § 54 EnergieStG
StromStromsteuer 2,05 ct/kWhEntlastung nach §§ 9a, 9b, 10 StromStG

Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibungen

Unternehmen, die in Energieeffizienz oder erneuerbare Energien investieren, können zusätzliche steuerliche Vorteile nutzen. Der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG ermöglicht es, bis zu 50% der geplanten Investitionskosten bereits vor der Anschaffung gewinnmindernd geltend zu machen. Das verbessert die Liquidität und macht Investitionen in PV-Anlagen, Batteriespeicher oder energieeffiziente Maschinen attraktiver.

  1. Investitionsabzugsbetrag (IAB): Bis zu 50% der geplanten Investition vorab abziehen – gilt für Anschaffungen in den nächsten 3 Jahren
  2. Sonderabschreibung nach § 7g Abs. 5 EStG: Zusätzlich 20% der Anschaffungskosten im ersten Jahr abschreiben – kumuliert mit regulärer AfA
  3. Reguläre Abschreibung: PV-Anlagen werden über 20 Jahre abgeschrieben, Batteriespeicher über 10 Jahre
  4. Förderung kombinieren: IAB, Sonderabschreibung und staatliche Förderprogramme (z.B. KfW, BAFA) lassen sich in vielen Fällen kombinieren

Praxistipps für die Umsetzung

Rechnungen dokumentieren

Bewahren Sie alle Energierechnungen, Lastgänge und Verbrauchsnachweise geordnet auf. Digitale Archivierung nach GoBD-Kriterien spart Zeit bei der Steuererklärung.

Fristen beachten

Energiesteuer-Vergütung und Stromsteuer-Entlastung haben feste Antragsfristen. Richten Sie sich Erinnerungen ein, um keine Frist zu verpassen.

Steuerberater einbinden

Energiesteuerrecht ist komplex. Informieren Sie Ihren Steuerberater über geplante Investitionen in PV, Speicher oder Effizienzmaßnahmen, damit er die Vorteile optimal nutzen kann.

Steuerliche Optimierung und Energiekostenoptimierung gehen Hand in Hand. In unserer kostenlosen Energieanalyse identifizieren wir nicht nur Einsparpotenziale bei Ihren Verträgen, sondern weisen Sie auch auf steuerliche Entlastungsmöglichkeiten hin, die Sie mit Ihrem Steuerberater umsetzen können.

Jetzt handeln

Ihre nächsten Schritte

In vier einfachen Schritten zu abgesicherten Energiekosten

01

Unterlagen senden

Abrechnungen als PDF oder Lieferstellenliste per Mail

02

Marktprüfung

Wir prüfen Sonderkontingente & beste Konditionen

03

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Konkrete Handlungsempfehlung für Ihre Anschlussversorgung

04

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Frontjahre gesichert – Planungssicherheit für Jahre

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